menu.jpg  ::  Home ::  Computing ::  Downloads ::  Harley Davidson ::  Links ::  Music ::  Nonsense ::  Mail :: 

Vorbemerkungen

Ich habe bisher folgende Linux-Distibutionen auf meinem Rechner gehabt:

Bei Red Hat mochte ich die offene Informationspolitik, die Vielzahl von vorkompilierten Paketen, die im Internet auf den Download warteten und die stets relativ neuen Libraries. Allerdings haben die Leutchen dort ab der Version 6.0 begonnen, eine unangenehme Preispolitik zu fahren, so dass ich diese Schiene nicht weiter verfolgt habe.

So bin ich über eine Evaluations-CD schliesslich bei SuSE gelandet, deren Distribution ich jahrelang genutzt habe. Allerdings werden auch die Nürnberger seit der Version 7.0 für meinen Geschmack zu kommerziell. Ganz ketzerisch ausgedrückt könnte man die preiswerte Home- mit Win9X/Win 3X und die teurere Professional-Version mit WinNT/Win2000 vergleichen.

Weil ich diese Geschäftspolitik schon bei Kleinstweich nicht mochte, habe ich mir das neue Debian 2.2 (Potato) angelacht - und bin damit glücklich und zufrieden.

Die Vor- und Nachteile der beider zuletzt von mir genutzten Distributionen versuche ich im folgenden aus meiner Sicht kurz darzustellen:

Die SuSE-Distribution

SuSE kommt aus Deutschland und dürfte in Europa Marktführer in Sachen Linux sein. Die Distribution ist sehr einsteigerfreundlich (sehr gutes Handbuch, das System nimmt dem Nutzer anfangs viel Arbeit ab). Gerade der letzte Punkt nervt jedoch, wenn man Linux "begriffen" hat. Alle drei bis vier Monate erscheint eine neue Version (z. Zt. # 7.0).

Vorteile

Nachteile

Die Debian-Distribution

Debian wird von weltweit rd. 500 Maintainern erstellt und gepflegt. Man merkt deutlich, dass sich diese nicht den Zwang auferlegen (müssen), eine bestimmmte Anzahl von Versionen innerhalb eines Jahres zu produzieren. Die Distributionen werden erst nach einer ausgedehnten Testphase als "stable" deklariert und vertrieben (der Feature-Freeze der aktuellen Version 2.2 [Potato] war im Januar 2000 und die Auslieferung erfolgte im August 2000, gleichzeitig begann die Entwicklung von 2.3 [Woody]).

Vorteile

Nachteile

Vergleich der SuSE- mit der Debian-Distribution

Ich werde jetzt die beiden Distributionen anhand einiger willkürlich gewählter Kriterien vergleichen:

Kriterium Debian SuSE
Preis DM 59,90 (incl. Sourcen)
DM 39,90 (ohne Sourcen)
DM 79,00 (Personal incl. Sourcen)
DM 129,00 (Professional incl. Sourcen)
CD's/Pakete 8 / ca. 3.950 3/ ca. ? (Personal)
6 / ca. 1800 (Professional)
Installation Straight-On Straight-On
Default-Konfiguration O.K (jedes "komplizierte" Paket hat ein Konfigurations-Skript) i. d. R. O.K
User-Konfiguration Durch das manuelle Editieren von Dateien und über diverse Tools mit diversen Fein-Einstellungen (aber Du musst sie erst mal finden...) Über YaST (wenn Du keine dummen Überaschungen erleben willst)
Systemdienste Erheblich schlanker (z.B. wird exim statt sendmail als Mailserver installiert, der Webserver Apache muss expliziet nachinstalliert werden) Etwas üppig (die ansonsten gute Online-Hilfe erfordert die Installation vom Webserver Apache und der i. d. R. vollkommen überdimensionierte Mailserver sendmail wird standardmässig installiert)
Online-Sicherheit Jau Oohooh...

Mein persönliches Fazit

Jeder soll mit dem glücklich werden, was er hat. Ich bin SuSE für einen leichten Einstieg in Linux dankbar, aber finde nach zwei Jahren, dass ich irgendwie meine Zeit verschwendet habe.

Debian ist legendenumwittert (...schwierige Installation..., ...schwer zu konfigurieren...), aber funktioniert so, wie Du es willst. SuSE ist auf den ersten Blick einfacher, aber wehe, Du willst etwas machen, was die SuSE-Labs nicht vorhergesehen haben...


Valid XHTML 1.0

Zurück zur Main-Site
Impressum
Created with GNU-Emacs on Sat Sep 30 10:47:32 CEST 2000

Valid CSS