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Plastik!

Der Inbegriff von Wohlstand und Fortschritt. Ein Material, welches die Menschheit zu dem gemacht hat, was sie heute ist, ein sabbernder Haufen restmüllproduzierender unfähiger Primaten. Und als ob Kriege, Naturkatastrophen und Talkshows nicht ausgereicht hätten, um uns das letzte bisschen Hirn auszutreiben, mussten unsere Freunde, die Amis, 1946 das erste Zeichen des bevorstehenden Unterganges der menschlichen Zivilisation auf den Markt werfen: TUPPERWARE, eine Strategie unterwirft die Welt....

Hätte Tupper sich für den Ladenverkauf entschieden, wäre uns einer der grausamsten Kapitel menschlichen Daseins erspart geblieben. Hilft es im Laden meistens, die Verkäuferin als "fette Schlampe" zu betiteln und sich dann auf den Lorbeeren, sprich dem Hausverbot, auszuruhen, hilft im Hinblick auf Tupperware nicht einmal das Vortäuschen einer Lungenembolie oder das epileptische Umwerfen von Regalen. Sie kommen zu Dir nach Hause.... Wer kennt nicht die vor blankem Entsetzen geweiteten Augen, das hektische Blättern im Terminkalender und das vergebliche Flehen, wenn eine Frau Ihrem Lebensgefährten den Termin für eine Tupperparty bekanntgibt. Männer mit solchen Terminen erkennt man am irren Blick, selbstmörderischer Fahrweise und an unwillkürlichen Zuckungen, ausgelöst durch einen nicht näher zu beschreibenden Fluchtinstinkt.

Die Tupperparty

Das Geschäftsprinzip der "Heimvorführung", im Volksmund "Tupperparty" genannt, greift auf eine lange Tradition zurück. Ob die Glaubensdiskussionen der Zeugen Jehovas oder die Überfälle der AVON-Beraterin, alle stürmen sie die letzte Rückzugsmöglichkeit, die der Mensch heute noch sein eigen nennt. Während Zeugen Jehovas mit satanischen Ritualen und tätowiertem nackten Oberkörper recht schnell aus der Wohnung zu treiben sind und die AVON-Beraterin auf sexuelle Anzüglichkeiten mit hysterischem Fluchtinstinkt reagiert, hat es Tupperware geschafft, ihr Machtimperium alleine auf den Heimvorführungen aufzubauen. Ein deutscher Durchschnittsmann (34, Herzinfarktgefährdet, alkoholkrank) wird im Normalfall bei einer Dessousvorführung oder bei einem Länderspiel eine Hormonvergiftung bekommen und zuckend und sabbernd auf dem Sofa liegen.

Ist das wahrlich schon einer der traurigsten Anblicke menschlicher Existenz, wird vom Besuch eines Tupperabends dringend abgeraten. Wenn eine deutsche Hausfrau beim Anblick einer Plastikschüssel in den fachkundigen Händen einer Tupper-Hohepriesterin hysterisch und mit irren Augen in feuchte Exstase gerät, sind die untersten Stufen menschlicher Verhaltensweisen erreicht. Richtig schlimm wird es aber erst, wenn Frauen Ihre Männer dazu zwingen, einer solchen Tupperparty beizuwohnen. Diese Männer verdienen, sollten Sie es überleben, unsere ganze Achtung und ein Mitgefühl, das Mutter Theresa gut zu Gesicht gestanden hätte. Oftmals lassen sich unerfahrene Männer mit der uralten, in Fachkreisen "Wuppertaler Eröffnung" genannten Variante locken. Aber von "Sex für Tupperparty" wird abgeraten, denn eine, durch mehrere Stunden Tupperparty ekstatisch gemachte Frau ist schlimmer als ein Rudel tollwütiger Wölfe. Todesfälle sind schon in mehreren Kontinenten verzeichnet worden.

Ein Erfahrungsbericht

18:00 Uhr

Keine Chance. Kein Termin mehr. Mein Flehen nach kurzfristiger Versetzung ins Ausland wird abgelehnt.

19:45 Uhr

Frau zwingt mich, Nüsse und Brezeln auf den Tisch zu stellen. Verspricht mir, nicht länger als 22 Uhr zu "tuppern". Lege mir Medikamente zurecht.

20:05 Uhr

Klingeln an der Tür. Schweissausbrüche, Atemnot.

20:06 Uhr

Begrüsse mit nassen Händen und unsicherer Stimme die Teilnehmerinnen. Einige haben überdimensionale Taschen dabei. Laues Gefühl im Magen wird stärker.

20:10 Uhr

Bemerke, das die Hohepriesterin sich schon unter den Gästen befindet. Sie kennen sich bereits. Ein abgekartetes Spiel.

20:12 Uhr

Rufe den Kontaktmann an. Er versichert mir, das die Vorführerin tatsächlich den geplanten Unfall hatte.

Sie sind überall.

20:20 Uhr

Beim Anblick des Begrüssungsgeschenkes sind die ersten hysterische Schreie zu hören. Kann mich nicht dagegen wehren. Nehme mir vor, das Ding morgen zu entsorgen.

20:30 Uhr

Die Hohepriesterin hält Ihre Rede. Muss mich zwingen nicht hinzuhören, Knie werden weich. Werde morgen anonym einen Antrag auf Sektenüberwachung beim Verfassungsschutz einreichen.

20:45 Uhr

Erstaunliche Geschwindigkeit beim Vernichten aller Knabbervorräte. Mein Vorschlag, Nachschub an der Tankstelle zu holen, wird abgelehnt. Ich bin verloren.

21:03 Uhr

Die Stimmung kocht. Unkontrollierte Zuckungen in den Mundwinkeln der anwesenden Damen beim Erfahrungsaustausch lassen mir das Blut in den Adern gerinnen.

21:19 Uhr

Mein Versuch, Baldrian in die Getränke zu mischen wird erkannt. Muss zur Strafe zwischen 2 übergewichtigen Frauen aus der Nachbarschaft sitzen. Übelkeit.

21:45 Uhr

Kämpfe gegen die Müdigkeit an. Weiss, das ich im Fall, das ich einschlafen sollte, der Horde hilflos ausgeliefert bin.

21:55 Uhr

Frau erkennt mich nicht mehr. Der Vertrag mit der ausgemachten Endzeit wird unter allgemeinem Hallo verbrannt. Kann auf die Toilette fliehen.

22:06 Uhr

Selbstmordversuch mit Salzstange scheitert. Ich werde es später noch mal versuchen.

22:17 Uhr

Habe mir den Unmut aller zugezogen, als ich nach dem Verwendungszweck einer Salatschleuder gefragt habe. Sie hassen mich wirklich.

22:50 Uhr

Der Versuch, mir mit einer Salatschüssel die Pulsadern zu öffnen, misslingt. Ist das Zeug zu nichts zu gebrauchen?

23:17 Uhr

Ich schöpfe Hoffnung. Das Schlafmittel in den Keksen zeigt Wirkung.

23:41 Uhr

Sie wollen mir den Termin für die nächste Tupperparty nicht mitteilen. Denke über die Preise von Mafiakillern nach.

23:50 Uhr

Frau ist aufgekratzt und glücklich. Ich ahne schreckliches.

23:51 Uhr

Kopie des Bestellscheines raubt mir kurzfristig die Besinnung. Wache entkleidet im Bett auf.

23:52 Uhr

Bemerke etwas an meinem Bauch, das sich wie Plastik anfühlt. Panik steigt auf...

Produkte

Abschliessend noch ein kurzer Blick auf die Produktpalette des nächsten Jahres.

Modell "Dark Silence"

Der ultramodern gestaltete Sarg aus robusten Kunststoffen gibt Ihnen Sicherheit auch in weniger haltbaren Tagen. Die durchschnittliche Halbwertzeit von 300 Jahren garantiert Ihnen auch nach dem Ableben eine Haltbarkeit, die sich wirklich sehen lässt. Modernste Verschlusstechnik lässt ägyptische Pyramiden wie eine abbruchreife Scheune aussehen. Auf Wunsch auch mit bunten Plastikscheiben zum Familiensarg umbaubar. Mit Plastikstreifen können verschiedene Sektionen abgetrennt werden. Auch praktisch nach schweren Autounfällen. Überschreiten auch Sie Ihr eigenes Haltbarkeitsdatum um ein vielfaches ...

Modell "RedSplatter"

Kennen Sie das? Gerade mal jemanden abgeschlachtet? Der Kühlschrank ist voll? Wohin jetzt mit den Leckereien, bevor die Würmer daran nagen? Der einzigartige Behälter "Splatter" mit Schnellverschluss und Blutrinne garantiert einen Erhalt von Körperteilen von fast 3 Monaten bei Zimmertemperatur. Erhältlich in vier verschiedenen Farben von Psycho-Rot bis Leber-Braun. Wählen Sie unter den Ausführungen Kopf, Bein, Arm und Innerei. Bei ausgedehnten Amokläufen verweisen wir aus Volumengründen auf das Modell "Dark Silence".

Modell "Russian Dream"

Die Tchernobyl-Techniker hätten sich alle Finger danach geleckt. Die Gaukuppel "Russian Dream". 2 Meter dicke Spezialwände in Verbindung mit dem unzerstörbaren Tupperplastik geben jeden strahlendem Atomkraftwerk eine ganz neue Note. Der auf der Kuppe liegende Einfüllstutzen nach DIN-Norm erlaubt ein Auffüllen der gesamten Kuppel mit einem Material Ihrer Wahl (Beton, Hausmüll, Nudelsalat).


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