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Er war ihr bei des Heimes Pflege hin und wieder sehr im Wege ...

Meine Lieben dort draussen im www, es begab sich, dass ich einmal mehr die Tür meines Zimmers mit allem möglichen gesammelten Unrat verrammeln musste - und das nur, weil mein Weib einer der schlimmsten Seuchen aller Zeiten anheim gefallen war: Dem "Furor Ajax" - zu Deutsch: Dem gemeinen Putztrieb.

Erste geschichtliche Quellen lokalisieren besagte Seuche - neudeutsch auch "Cleaning-women-disease" genannt - in Mesopotamien.

Auf erst kürzlich entdeckten Tontafeln, freigeschaufelt bei Aufräumungsarbeiten in der irakischen Wüste, konnte man die Worte Hammurabis des Prächtigen entschlüsseln, die da lauteten: "Es ist uns Dungmist, was unsere Söhne und Töchter dermaleinst denken mögen - aber jenes Eimer-und-Lappen-Teufelswerk wird jedenfalls nicht in unseren Tempel gemeisselt, und damit Basta!"

Äthiopische Bibelforscher wollen ausserdem herausgefunden haben, daß auf einer der zerbrochenen Steintafeln der ersten 10 Gebote, die Moses vom Berge Sinai brachte, die Worte "Auch sollst Du nicht erheben Lappen und Eimer wider Deinen Gatten" gestanden haben sollen.

Weitere historische Belege finden sich in alten Handschriften des Mittelalters. So schreibt ein gewisser Meister Antonius Proper (Abt im Kloster des heilgen Sagrotanius zu Pril) gegen 1543 in seiner Chronik: "So die Vrouwen all sich rüsten mit Aimernn und Zubern, sich gürten gar mit Besenzeug und Werg, gehappt Euch eilickst von hinnen, so dasz Aqua und Esselig Euch nicht netze und sey schadelig allhier!"

Auch Goethe schien ein ähnlich traumatisches Erlebnis gequält zu haben, als er seinen Zauberlehrling panikerfüllt die denkwürdigen Worte ausrufen liess: "In die Ecke Besen! Besen, Besen, sei's gewesen!" - Nunja!

Diversen britischen Kriminalberichten aus jüngerer Zeit zufolge soll es auch des öfteren vorgekommen sein, daß Frauen aus den unteren Schichten ihre Gatten mittels eines durchaus schmackhaften Pilzgerichtes erst vom Leben zum Tode befördert haben sollen, nur um selbige danach - selbstredend ausgestopft - täglich in einer Art Ritual unwidersprochen und deshalb um so effektiver abstauben zu können.

Der Ausbruch der Seuche erfolgt in der Regel bei Frauen, und zwar nahezu periodisch (Wochenende, kurz vor Feiertagen oder aber auch unvermittelt Mittwochs gegen 11.00 Uhr), und bewirkt beim Manne eine klinische Gegenreaktion, die so genannte Putzflucht (lat: "Horror Ajax")

Auch scheint die Seuche bedingt altersabhängig zu sein - Kontraindikationen sind bislang jedenfalls bei Säuglingen und Jugendlichen nicht bekannt. Die Inkubationszeit scheint - soweit bislang bekannt - mehrere Jahre zu betragen. Ist die Krankheit jedoch einmal ausgebrochen, so ist eine Heilung offenbar unmöglich: Sämtliche Oberflächen, versteckte Winkel, ja sogar diverse Innenflächen bislang vergessen geglaubter Objekte fallen gnadenlos der ans Paranoide grenzenden Schmutz-Indikation zum Opfer.

Insbesondere der Lebensraum des ansonsten durchaus geduldeten Männchens ist hierbei in höchster Gefahr. Wähnte es sich eben noch - relaxterweise ein Länderspiel cognostizierend - in scheinbarer Sicherheit, so hat es wenige Minuten später erhebliche Mühe, sich der drohenden Extermination durch handelsübliche Reinigungsmittel mittels sofortiger Flucht zu entziehen. Manche dieser im übrigen höchst toxischen Reinigungsingredienzien können mitunter - wenn falsch kombiniert - auch schon einmal den klassischen Putztod (lat: "Mors ajax") mittels einer gewissermassen hausgemachten thermoputzalischen Explosion auslösen.


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